FATZERAPPARAT

Arbeitsphase 2: Anatomie


Aufführungen im Literaturforum im Brechthaus, 2017 / WUK-Theater Quartier Halle (Saale) / und Admiralspalast Studio, Berlin 2018

Die Erzählung von Fatzer ist ein Mythos. Ein Mythos von den Soldaten, die sich gegen den Krieg, den sie führen sollen, erheben. Sie entkommen ihrer Tragödie nicht. Statt dass sie die Verhältnisse verändern, verändern die Verhältnisse sie. Aus Solidarität gegen den Krieg wird Egoismus in Freiheit.

Man einigt sich schnell auf das was man nicht will. Doch Konsens für das Kommende zu finden ist schwer und schwerer noch, nach diesem zu leben. Sie verschlafen die Revolution, da ihrer alle Bedürfnisse für sie stets zu hoch sind. Und erst als sie alle dem Tode geweiht sind, beginnen sie konsequent zu handeln. Den Egoismus und die Gewalt, die notwendig gewesen wären um tatsächlich die Ketten die sie gefangen hielten zu sprengen, richten sie gegeneinander. Und sie sterben, doch nicht bezwungen von außen, sondern letztendlich zerstört durch sich selbst.

Mit Amy Benkenstein, Mareike Hein und Kara Schröder

Regie: Florian Hein,
Kostüme: Lena Katzer,
Dramaturgie: Josephine Wit


Fotos: Josephine Witt